Mediationsverfahren

 

Mit Hilfe der Alpha-Struktur führt der Mediator die Konfliktparteien Schritt für Schritt vom Konflikt zur Lösung.

 

A  Auftragsklärung – über welches Thema reden wir heute, was soll geklärt werden?

 

L Liste der Themen Hier beginnt die inhaltliche Arbeit, es gilt herauszuarbeiten und sich darüber

klar zu werden, worin man sich eigentlich uneinig ist, wo Missverständnisse vorliegen etc. Wichtig ist

dabei möglichst alle Themen aufzulisten, und genau heraus zu arbeiten, worin der Konflikt eigentlich.

 

P Positionen und Interessen Anhand der Liste der Themen konnten Kernpositionen gefunden

und Unterschiede klar werden. Nun geht es darum , zu ergründen welche Position die einzelnen

Beteiligten einnehmen und was für Werte und Bedürfnisse dahinter stehen. Diese Phase der Mediation

ist sehr bedeutsam, der Mediationsprozess ist so zu gestalten, dass neue Einstellungen

gefunden werden können, die eine Einigung scheinbar unvereinbarer Positionen möglich macht.

 

H Heureka – Heureka kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ich habe es gefunden“. Für mich

klingt da eigentlich immer sogar noch ein „hurra“ mit, denn wenn einem bewusst wird, dass es neue

und andere Lösungsmöglichkeiten gibt, ist das im wahrsten Sinne des Wortes erlösend und befreiend.

Die Beteiligten kommen in ein Gefühl der Öffnung, aufgrund der plötzlich vorhandenen Kreativität

und vielleicht nicht alles, aber vieles ist plötzlich denkbar.

 

A Abschlussvereinbarung – Nach diesem wunderbaren Gefühl der Heureka-Phase ist es nun erforderlich,

die bisher noch etwas unkonkreten Ideen den Konflikt zu lösen, zu formulieren und schriftlich

fest zu halten. Die Parteien sind sich darüber einig, nach dieser Abschlussvereinbarung in

Zukunft zu handeln. In der Regel treffen sich die Medianden nach einer Zeit von 4-6 Wochen noch

einmal mit dem Mediator, um zu klären, ob es noch etwas an der Abschlussvereinbarung zu ergänzen

oder zu ändern gibt.